Finanzen

Zürich Tourismus weist im Geschäftsjahr 2020 einen Verlust von CHF 1.925 Mio. aus. Das Eigenkapital liegt per 31. Dezember 2020 bei CHF 1.88 Mio., bei einer Bilanzsumme von knapp CHF 4.25 Mio. Der Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen beträgt CHF 10.9 Mio. Der Marketingaufwand summiert sich total auf CHF 9.5 Mio. Er bestätigt mit einem Anteil von 74.2 Prozent der Gesamtleistung zweckmässig die Ausrichtung des Mitteleinsatzes. Der kommerzielle Umsatz liegt lediglich bei CHF 0.9 Mio.

Der Marketingaufwand – und damit die Kosten für die Kernaufgabe von Zürich Tourismus – betrug im Berichtsjahr 2020 total CHF 9.5 Mio., was 74.2 Prozent des Gesamtaufwandes entspricht. Der Marketingaufwand setzt sich aus einem Teil des Personalaufwandes (CHF 4.14 Mio.) sowie den direkten Marketingkosten (CHF 5.36 Mio.) zusammen. Zu den Marketingkosten zählen sämtliche Marktbearbeitungsaufwände in Höhe von CHF 3.5 Mio. sowie CHF 1.86 Mio. für allgemeine Printprodukte, Kooperationsaufwendungen, E-Medien und Marketingprojekte.

Gegenüber dem Vorjahr ist es durch die Pandemie zu einem starken Rückgang in allen Bereichen der Organisation gekommen. Der kommerzielle Umsatz kommt dabei auf lediglich CHF 0.9 Mio., was einem Rückgang von 82.3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Während im ersten Quartal noch ein leichtes Wachstum verzeichnet werden konnte, zeigte sich der restliche Teil des Jahres stark rückläufig. Einen massiven Einbruch lässt sich auch bei den CityTax-Einnahmen feststellen. So verzeichneten die Hotelbetriebe bis zu 70 Prozent weniger Übernachtungen, was sich direkt auf die CityTax auswirkt. Diese Einnahmen kommen Ende 2020 auf CHF 3.87 Mio. zu stehen, was einem Rückgang von 69 Prozent entspricht. Im Rahmen des Recovery-Programms bewilligte die Stadt Zürich einen ersten Beitrag in der Höhe von CHF 2.0 Mio.

Die eingeschränkten Öffnungszeiten in der Tourist Information und die fehlenden Aktivitäten in den Märkten und im Kongressgeschäft zwangen Zürich Tourismus zur Kurzarbeit. Damit liegen die Personalkosten ebenfalls deutlich unter dem Vorjahr und kommen auf CHF 5.06 Mio. zu liegen. Mit dem vereinfachten Verfahren für die Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung entstand ein Überschuss von CHF 0.5 Mio., der in einen Fonds übertragen wurde.

Das Geschäftsjahr 2020 schliesst mit einem Verlust von CHF 1.925 Mio. und belastet damit das Eigenkapital. Dieses liegt per 31.12.2020 bei CHF 1.88 Mio.

Mittelherkunft von Zürich Tourismus

Zürich Tourismus entwickelt, pflegt und stärkt die touristische Marke der Tourismusdestination Zürich in den Bereichen Freizeit- und MICE-Tourismus (Meeting, Incentives, Conventions, Events) in insgesamt 19 Märkten weltweit, sofern keine globale Krise herrscht. Die Tourismusdestination Zürich besteht aus der Stadt Zürich, der Flughafenregion, dem Limmattal und dem Knonaueramt sowie aus den Subregionen Zürichsee, Baden, Zug und Winterthur. Ziel ist es, Zürich in den bearbeiteten Märkten als eine der begehrenswertesten Reisedestinationen zu positionieren und Reisen nach Zürich auszulösen. Vor Ort bietet die Tourist Information am Schalter im Zürcher Hauptbahnhof oder im Callcenter weitreichende Reisedienstleistungen an. Zürich Tourismus beschäftigt über 60 Mitarbeitende und knapp 50 Tour Guides. Das Gesamtbudget betrug im aktuellen Berichtsjahr CHF10.9 Mio. Davon wurden über 74 Prozent ins Marketing investiert, was rund CHF 9.5 Mio. entspricht. Der von Zürich Tourismus kommerziell erwirtschaftete Umsatz betrug über CHF 0.9 Mio., was einen Anteil von 8.8 Prozent am Gesamtbudget ausmacht. Für die Destinationswerbung erheben die Zürcher Hotels sowie die Hotels aus der Region – basierend auf einer freiwilligen Vereinbarung mit dem Zürcher Hotelier Verein – eine CityTax von CHF 2.50 pro Übernachtung. Airbnb partizipiert ebenfalls an diesem System und leistet damit einen wesentlichen Beitrag an die Vermarktung der Destination. Das Total aus diesen Beiträgen deckt 35.4 Prozent des Gesamtbudgets von Zürich Tourismus.

In den letzten Jahren war Zürich Tourismus zu über 93 Prozent privatfinanziert und damit einzigartig im Schweizer Tourismus. Durch die Pandemie änderte sich diese Situation, wodurch sich der Anteil der öffentlichen Hand deutlich erhöht hat. Die öffentliche Hand beteiligte sich im Jahr 2020 mit einem zweckgebundenen Betrag von CHF 1.49 Mio., davon stammten CHF 1.22 Mio. von der Stadt Zürich. Der Kanton Zürich leistete den restlichen Beitrag in Höhe von CHF 270'000. Diese Beiträge sind für die Tourist Information sowie andere lokale Dienstleistungen bestimmt. Zusätzlich kamen mit dem Recovery-Programm der Stadt Zürich weitere CHF 2.0 Mio. hinzu. Der Anteil der öffentlichen Hand liegt damit bei 32 Prozent. Die Mitgliederbeiträge decken 7.2 Prozent des Gesamtbudgets, wobei zusätzliche Einnahmen aus Mitgliedschaften und Kooperationen für Werbeleistungen und Plattformen generiert werden. Der Anteil der Kooperationen liegt 2020 bei 7 Prozent, was CHF 0.76 Mio. entspricht.

Jahresrechnung (inkl. Revisionsbericht)